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Bucket156

Bucket156
Punkte:222
Rang:6537
Stamm: HWA


Dörfer (1) Koordinaten Punkte
Feste Langerack
603|677 222
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Persönlicher Text
Die Feste Langerack im Westerwald

Zwischen dichten Wäldern, Nebelschwaden und diesen leicht zu ernsten Dorfversammlungen irgendwo im Westerwald liegt – halb überwuchert, halb vergessen – die Feste Langerack.

Und ja: Die wurde tatsächlich von einem Koch gebaut. Zumindest, wenn man den Überlieferungen glaubt.


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Konrad „der Suppenmeister“ aus Hessen

Im späten 14. Jahrhundert zog ein gewisser Konrad durch die Lande. Gebürtig aus dem heutigen Hessen, war er kein Ritter, kein Baumeister, kein Gelehrter – sondern Koch.

Aber kein gewöhnlicher.

Konrad war bekannt für zwei Dinge:

Er konnte aus fast nichts ein ordentliches Essen machen

Und er hasste es, wenn ihm jemand beim Kochen reinredete


Nach einem Streit mit seinem damaligen Herrn („Zu viel Salz“ – ein Vorwurf, den Konrad persönlich nahm) zog er los und suchte sich einen Ort, an dem ihn niemand mehr störte.


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Die erste Mauer (aus Trotz gebaut)

Irgendwo im Westerwald fand er eine Anhöhe. Gute Aussicht, Wasserquelle in der Nähe – und vor allem: keine Menschen.

Perfekt.

Als jedoch nach ein paar Tagen Holzsammler, Jäger und „mal eben neugierige Leute“ auftauchten und ständig in seinen Kochtopf schauten, hatte Konrad genug.

Seine Lösung war… konsequent.

Er begann, eine Mauer zu bauen.

Nicht besonders elegant. Nicht besonders geplant.
Aber massiv.

Sein Motto:

> „Wer nicht reinsehen kann, kann auch nicht meckern.“




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Vom Kochplatz zur Feste

Was als einfacher Sichtschutz begann, wurde schnell größer:

Erst eine Umfriedung

Dann ein Tor

Dann ein Turm (angeblich, um „den Eintopf frühzeitig zu bewachen“)


Konrad stellte fest:
Wenn man schon Steine schleppt, kann man auch direkt richtig bauen.

So entstand die Feste Langerack – benannt angeblich nach seinem langen Kochlöffel („Rack“), mit dem er jeden Besucher auf Abstand hielt.


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Alltag in der Feste

Nach und nach sprach sich herum, dass es dort oben im Wald:

gutes Essen gab

klare Regeln herrschten

und Diskussionen über Gewürze nicht geduldet wurden


Menschen kamen. Blieben. Arbeit gab es genug.

Konrad führte die Feste nicht wie ein Burgherr, sondern wie eine Küche:

Jeder hatte eine Aufgabe

Alles hatte seinen Platz

Und wer störte, wurde rausgeschickt („Zum Holzholen. Lange.“)



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Die einzige „Belagerung“

Eines Tages versuchte eine kleine Gruppe durchreisender Söldner, die Feste einzunehmen.
Nicht aus strategischen Gründen – sondern weil es dort angeblich „sehr gut roch“.

Konrad reagierte ruhig.

Er ließ das Tor geschlossen und rief von der Mauer:

> „Essen gibt’s um Sonnenuntergang. Wer vorher nervt, kriegt nichts.“



Die Söldner warteten.

Und gingen danach satt und friedlich wieder.


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Das Vermächtnis

Konrad verschwand irgendwann – wie genau, weiß niemand.
Einige sagen, er sei einfach eines Tages losgezogen, um bessere Zutaten zu finden. Andere behaupten, er sei im Keller verschwunden und habe „noch schnell etwas abgeschmeckt“.

Die Feste blieb.

Und mit ihr eine seltsame Bauweise:

Der größte Raum ist die Küche

Der sicherste Raum ist die Vorratskammer

Und der Turm hat eine ungewöhnlich gute Sicht… auf den Kräutergarten



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Heute

Wer heute durch den Westerwald wandert, stößt manchmal auf alte Mauern, die keinen klaren militärischen Zweck haben.

Zu massiv für einen Hof.
Zu praktisch für eine Burg.

Und wenn der Wind richtig steht, behaupten manche, man könne noch etwas riechen…

…wie eine Suppe, die definitiv noch nicht fertig ist.

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